Tactical Lifestyle

Tactical Lifestyle

Was bedeutet FÜR MICH Tactical Lifestyle?

Tactical Lifestyle hat nichts mit “Skill” zu tun, ist kein Talent und schon gar kein Ziel. Den “Tactical Lifestyle” lebt man, unabhängig davon wie gut man in einem der Teilbereiche ist.

Für mich fängt der Tactical Lifestyle im Kopf an. Mir geht es um den Leistungswillen, das nötige Know-How und die Perfektion, die unterschiedlichsten Situationen zu meistern, ob im Alltag oder im Dienst. Das ist nicht immer einfach und klappt nicht von jetzt auf gleich.

In meiner “Vorstellung” habe ich die Schwerpunkte mentale Stärke, Leistungswille, Situationsbewusstsein, sowie körperliche Leistungsfähigkeit genannt. Ich muss mich zu jederzeit auf meinen Körper und Geist verlassen können und das bedarf viel Training. Entsprechend lässt sich der “Tactical Lifestyle” auf die unterschiedlichsten Situationen übertragen und muss nicht zwingend etwas mit “Tactical” zu tun haben.

Mentale Stärke, im Zusammenspiel mit dem Leistungswillen

Es gibt immer wieder Situationen in denen man am liebsten aufgeben möchte. Jetzt heißt es nach vorne schauen, noch mal alle Reserven aktivieren und kämpfen. In solch einer Situation entscheidet nicht der Körper, sondern der Geist. In der Vergangenheit habe ich diesen Bereich extrem vernachlässigt und das hat sich negativ auf meine Psyche ausgewirkt. In Zukunft rückt der Punkt noch mehr in den Vordergrund. Dazu zählen:

  • Meditation
  • Achtsamkeitstraining
  • Konditionierung
  • uvm.

Situationsbewusstsein

Merken wenn etwas nicht stimmt, bzw. sich der aktuellen Lage bewusst sein. Mit offenen Augen durchs Leben gehen und seine Umgebung aktiv wahrnehmen.

Dazu ein Beispiel aus meinem Alltag:
In den Nachrichten liest man immer wieder von Terroranschlägen, Amokläufen und anderen Katastrophen. Wenn ich ein Gebäude betrete wandert mein Blick, schon fast automatisch, über den Gebäudeplan mit seinen Flucht- und Rettungswegen. Außerdem bin ich mir stets bewusst wo sich der nächste Feuerlöscher befindet.

Wem Szenarien wie ein großes Feuer, Terroranschlag oder Katastrophenfall zu speziell sind, hier ein näheres Beispiel zum Thema Situationsbewusstsein:

Jeder von uns kennt das Klischeebild der alten Oma aus der Nachbarschaft, die jeden und alles beobachtet – old lady is watching you! Extrem nervig und trotzdem ist es von Vorteil eine solche Person in seiner Nachbarschaft zu haben. Sie beobachtet nämlich nicht nur dich, sondern auch den unbekannten Lieferwagen, welcher schon zum dritten Mal an deiner Hauseinfahrt vorbeigefahren ist. Sollte der besagte Lieferwagen mehr vorhaben als nur Sightseeing, dann hat die nervige alte Dame sich das Kennzeichen aufgeschrieben, dich oder die Polizei informiert und Situationsbewusstsein bewiesen.

Das nötige Know-How

VIER-STUFEN-MODEL

 

 

 

 

Wir haben nie ausgelernt und so bin ich bestrebt mich stetig weiterzubilden, neues Wissen zu verfestigen und altes Wissen aufzufrischen.

Bei der Bundeswehr wird nach dem leicht abgewandelten “Vier-Phasen-Modell” ausgebildet.

V-E-N-Ü
Vormachen
Erklären
Nachmachen
Üben

Auch wenn VENÜ im Selbststudium schwer umsetzbar ist, darf gerade der letzte Punkt nicht zu kurz kommen. Üben, üben, üben! Wie lange ist dein Erste-Hilfe-Kurs her und würdest du die stabile Seitenlage noch fehlerfrei, unter Stress, legen können? Die wenigsten können das! Die meisten haben die letzte stabile Seitenlage zusammen mit ihrem Führerschein gemacht. Entsprechend ist es wichtig auch altes Wissen immer wieder abzurufen und ggf. aufzufrischen.

Es kommt nicht darauf an, die Zukunft vorauszusagen, sondern darauf, auf die Zukunft vorbereitet zu sein.

www.milfit.de

Körperliche Leistungsfähigkeit (KLF)

Ein eigener Bereich auf der Seite, trotzdem eine kurze Zusammenfassung:

Military Fitness

  • Märsche
  • Eilmärsche
  • Gewässerüberquerung

Funktionelle Fitness

  • Kraft (Calisthenics, HITT, TABATA)
  • Ausdauer (Schwimmen, Laufen, Mountainbike

Taktische Ausrüstung

Die Zeiten in denen taktische Ausrüstung nur Behörden vorbehalten war, sind längst vorbei. Taktische Ausrüstung findet im zivilen immer mehr Anwendung und Beliebtheit.

Egal ob Cargo-Trekkinghose in Coyote Optik oder der Plattenträger für den Sportler, mittlerweile ist das Wort “Tactical” ein Verkaufsgarant geworden und steht vor mindestens einem Produktnamen einer Produktreihe. Mich wundert das es noch kein Tactical Nudelholz gibt. (Das “Tactical Nudelholz” für die Frau von heute und ihr Mann kommt nie wieder zu spät nach Hause 😉

Für mich spielt die taktische Ausrüstung eine untergeordnete Rolle und der Kosten-Nutzen-Faktor ist oft viel zu gering. Eine robuste und bequeme Trekkinghose ist ein Muss, aber ob ich dafür 250€ bezahle, nur weil vor dem Namen “Tactical” steht und ein Einschubfach fürs Magazin besitzt? Wann bitte brauche ich ein Einschubfach fürs Magazin, wenn ich wandern gehe? Selbst auf der Schießbahn gibt es tausend kostengünstigere Alternativen als eine Cargo-Hose mit Magazineinschub.

 

 

 

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